Vergleich 58mm vs. 85mm

Im Zuge der Nikon Cash-Back-Aktion habe ich mir vor ein paar Wochen das Nikon 58mm 1.4 gegönnt.

Sicherlich ist das 58er ein ungewöhnliches Objektiv, von daher kann man sich über die Sinnhaftigkeit einer solchen Investition durchaus Gedanken machen. Immerhin spricht schon sehr viel für mein 85er, das zudem noch dramatisch günstiger als das 58er ist.
Nunja, der Preis ist jetzt über das Cash-Back wieder etwas relativiert und außerdem wollte bewusst ein kürzeres Objektiv haben.

Bislang war das 85er tatsächlich mein Lieblingsobjektiv. Da ich hauptsächlich Portraits fotografiere und das überwiegend draußen, also on location, war mir persönlich die Distanz zu meinem Model immer ein bisschen zu groß.
Mit anderen Worten: wenn Du mit dem 85er ein Halbportrait schießt, bist Du am Vollformat rund 3,5m von Deinem Model entfernt. Full Body sind es schon 4,5m. Mir persönlich ist das um verbal ständig Kontakt zu halten etwas zu viel.

Ich habe in einem meiner letzten Shootings mal die beiden hier gezeigten Vergleichsbilder geschossen. Links das 58mm an meiner D810, rechts das 85mm 1.8 an meiner D800.

Hier  könnt Ihr Euch das Bild in der 100%-Ansicht ansehen.  

Ich lasse die beiden Bilder einfach mal auf Euch wirken; mein Eindruck ist der, dass insbesondere im Bereich der Wimpern und der Augenbrauen das 58er schon die Nase vorne hat. Das aber auch um den Preis, dass man in der Retusche bei den Fältchen deutlich mehr zu tun hat... Das 85er schmeichelt der Haut etwas mehr.
Allerdings ist das 58er auch kein Objektiv, das man mit Blenden kleiner als 5.6 betreibt; die eigentliche Stärke ist ja das Bokeh. Hierzu werde ich Euch aber demnächst noch Vergleichsbilder zeigen.

 

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